Dünne Wände….

Dünne Wände….

….trennen uns Ende Oktober von den Ahnen auf der anderen Seite – sagen die Alten. Ende Oktober und in der ersten Zeit des November hielten sie deshalb Zeremonien ab, um den Übergang, dessen Zeichen in der Natur nun deutlich zu sehen sind, zu feiern. Sie ehrten ihre Zugehörigkeit zum mächtigen System der Natur, waren sich bewußt, dass sie ein einflussreicher Teil davon sind, und über diese Verantwortung dachten sie immer nach und zogen ihre Schlüsse. Dabei haben sie die Hilfe der Ahnen dankbar und respektvoll angenommen, von den Lebenden genauso wie von den auf die andere Seite voraus gegangenen. Lauschen und Beobachten sind gute Übungen  in diesen Tagen, egal ob die Wogen gerade hoch schlagen oder man meint, es sei nichts los. Die Ruhe ist voller Wissen und Weisheit der Ahnen. Hörst du es wispern? Im Laub, im gleichförmigen Rauschen des Regens, im Wind, der um die Ecke fegt? Ich weiß, hier finde ich Botschaften, genau auf mich abgestimmt.

Ich liebe das Gold dieser Zeit! Das geistige Gold und die Farbe der Natur. Es macht mir ein Gefühl des Gehaltenseins, der Hoffnung und des Trostes.

Im Vergehen liegt große Weisheit und Kraft. Wohin alles geht …. wer weiß….

In HERZlicher Verbundenheit

Ingrid I’M Möbius

(Foto: Karsten Möbius)